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Virtuelle Influencer: Sind sie die Zukunft im Online-Marketing?

Ob Beauty, Food oder Tech – zahlreiche Brands setzen schon seit Jahren auf Influencer als Teil ihres Marketing Mixes, um ihre Zielgruppe zu erreichen. Sie sorgen für eine authentische Präsentation von Marke und Produkt und steigern so Markenbekanntheit und Conversions. Der allumgreifende KI-Trend macht aber auch vor der Influencer-Branche nicht Halt: Virtuelle Influencer erobern Social Media und eröffnen neue Möglichkeiten für Brands. Aber was steckt hinter dem Trend? Wie können Brands mit KI-Influencern arbeiten, welche Chancen und Risiken gibt es? In diesem Artikel findest du Einblicke.

Lesedauer: ca. 7 Minuten
Moritz Lambrecht
Moritz Lambrecht
27 Februar 2026
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Virtuelle Influencer: Was ist das eigentlich?

Virtuelle Influencer oder auch KI-Influencer sind KI-generierte virtuelle Persönlichkeiten. Ähnlich wie ihre menschlichen Counterparts zeigen auch virtuelle Influencer auf Social Media Einblicke in ihr Leben, in die Arbeit von Brands und ihre Produkte. Sie posten Bilder und Videos, interagieren mit ihrer Community und sind Teil von Kampagnen. Generiert werden sie von Kreativteams in Unternehmen oder Agenturen. Bekannte Beispiele sind Lil Miquela oder Imma: Lil Miquela aus Los Angeles hat schon mit globalen Marken wie Prada oder Calvin Klein kooperiert, Imma hat sich als japanische Brand fest in der Mode- und Lifestyle-Branche etabliert. 

Anders als klassische Influencer existieren virtuelle Influencer ausschließlich digital. Ihre Aussehen, ihre Persönlichkeit und ihre Botschaften werden von Agenturen oder Brands kontrolliert. So entstehen für Unternehmen zahlreiche Chancen, aber auch Grundlage für kritische Fragen rund um den Einsatz von KI im Influencer Marketing.

Warum setzen Brands auf virtuelle Influencer?

Grundsätzlich kommt KI in immer mehr Bereichen in Unternehmen zum Einsatz – im Marketing schon seit längerer Zeit in der Contentplanung, Text- und Bilderstellung. Dass Brands die Kooperation mit KI-Influencern testen oder selbst einen virtuellen Influencer entwickeln, ist also naheliegend. Konkret gibt es mehrere Gründe für den Einsatz von virtuellen Influencern. 

Volle Kontrolle über Marken & Botschaften

Brands, die virtuelle Influencer für ihre Kampagnen einsetzen, haben die volle Kontrolle über den Content, die Präsentation der Marke und die Botschaften, die veröffentlicht werden. Risiken wie mögliche Skandale, ein neues Branding des Influencers oder Terminkonflikte gibt es hier nicht. Sie können also sicherstellen, dass jeder Post bei Instagram und jede Integration bei YouTube oder Twitch perfekt zur Markenstrategie passt. 

Skalierbarkeit & Effizienz 

Menschliche Creator sind zeitlich gebunden, machen Urlaub und sind ab und zu krank. KI-Influencer hingegen sind theoretisch 24/7 einsatzbereit und können sogar exklusiv für eine einzige Brand arbeiten – ihren Lebensunterhalt müssen sie schließlich nicht sicherstellen. Vor allem internationale Marken profitieren von nicht-existenten Sprachbarrieren. Ebenso entfallen Reisekosten für Shootings und Brands können virtuelle Influencer jederzeit erneut für eine Kampagne einsetzen, etwa für neue Märkte, Produkte oder zusätzliche Plattformen. 

Auch verschiedene Hook-Varianten kannst du problemlos testen. Wir konnten in einem Supplement-Case innerhalb von 48 Stunden 12 verschiedene Creative-Varianten erstellen und in den Paid-Traffic-Funnel einspeisen. Das Ergebnis waren 30 % schnellere Learnings und niedrigere Testing-Kosten.

Innovationseffekt

KI-generierte Inhalte bringen Aufmerksamkeit – ebenso natürlich auch virtuelle Influencer. Ihre Neuheit und der technologische Background heben Brands vom Wettbewerb ab und generieren bei erfolgreicher Umsetzung Medieninteresse. Wir sehen den Einsatz schon bei großen Konzernen wie L’Oréal, Renault oder BMW. Gerade Brands, die Tech-affine Zielgruppen erreichen und sich selbst als innovativ positionieren möchten, bieten KI-Influencer gute Möglichkeiten, diese Werte nach außen zu tragen. Der Wow-Effekt kann dafür sorgen, dass Social Media Posts viral gehen und organische Reichweite erzielen.

Wie können KI-Influencer im Marketing zum Einsatz kommen?

Einsetzen kannst du virtuelle Influencer in verschiedenen Bereichen im Marketing. Genau wie bei klassischen Influencer Marketing Kampagnen ist auch hier wichtig, dass im Vorfeld das Ziel der Kampagne klar ist, damit du den Erfolg an eindeutigen KPIs messen und Möglichkeiten zur Optimierung für weitere Kampagnen erkennen kannst. 

  • Branding & Awareness: Virtuelle Influencer eignen sich gut dafür, eine Marke bekannt zu machen oder neu zu positionieren. Du kannst ihr visuelles Auftreten perfekt auf deine Brand abstimmen und Inhalte exakt auf die Markenwerte anpassen. So schaffst du auch einen einheitlichen Auftritt auf verschiedenen Plattformen. 
  • Produktinszenierung & Storytelling: Mit kreativen Storylines und visuell ansprechenden Settings kannst du virtuelle Influencer dafür einsetzen, Produkte zu inszenieren. Das Besondere daran: Du bist nicht an die Realität gebunden, sondern kannst ein Fantasy-Setting aufbauen, in dem der Influencer Geschichten auch visuell erzählen kann. 
  • Paid Ads & Performance Marketing: Auch in Performance Kampagnen kannst du virtuelle Influencer optimal einbinden und mit ihnen Conversions und Leads generieren. Dein großer Vorteil dabei: Du kannst Content in verschiedenen Varianten testen und schnell optimieren, da du nicht durch Terminpläne eingeschränkt bist. 
  • Evergreen Content: Ob How-To-Guides, FAQ-Content oder Produktanwendungen – wahrscheinlich hast auch du Inhalte, die immer wieder kommuniziert werden müssen, sogenannten Evergreen Content. Gerade für diese Inhalte geben virtuelle Influencer dir maximale Sicherheit: Sie verlieren nicht das Interesse, wechseln nicht zur Konkurrenz, sondern veröffentlichen langfristig deinen Evergreen Content. 
  • Internationale Skalierung: Your brand goes international, aber dir fehlt das nötige lokale Creator-Netzwerk? KI-Influencer eignen sich optimal, um in neue Märkte einzusteigen. Wir sind diesen Weg in einem UK-Launch Case gegangen und konnten direkt lernen, welche Botschaften funktionieren, welche Hooks performen und welche Angebotsstrukturen konvertieren. Erst dann sind wir auf lokale Creator zugegangen, hatten dadurch eine höhere Trefferquote und konnten zu Beginn mehrere Wochen Setup-Zeit sparen. 

Unsere Erfahrung aus Kampagnen, die wir in den letzten Monaten als Experten begleiten durften, haben gezeigt: Vor allem in regulierten Branchen wie Health, Finance oder auch Glücksspiel sind KI-Influencer ein echter Gamechanger. Sie ermöglichen konsistente und compliance-konforme Kommunikation ohne Überraschungen. Noch mehr Einblicke teilen wir auch in unserem ausführlichen YouTube-Video.

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Welche Vor- und Nachteile bringen virtuelle Influencer für Brands?

Virtuelle Influencer klingen auf den ersten Blick vielversprechend und können verschiedene Vorteile für Marken mitbringen: 

  • Keine Skandale, keine unerwarteten Aussagen – du behältst die volle Kontrolle über Messages und die Darstellung deiner Brand. 
  • Die Content-Erstellung bleibt unabhängig von menschlichen Faktoren wie Urlaub, Krankheit oder einem einfach zu vollen Terminkalender. 
  • Du kannst dich durch den Einsatz virtueller Influencer als zukunftsorientierte und innovative Brand positionieren. 

Wir sehen aber auch: Im aktuellen Ipsos AI Monitor (S. 26) geben 36 Prozent der Befragten in Deutschland an, dass sie einer Brand weniger vertrauen, wenn sie KI-generierte Bilder oder Videos in ihrer Werbung einsetzen. Es können also auch Risiken entstehen, wenn du virtuelle Influencer für dein Marketing einsetzt.

  • Mögliche fehlende Authentizität: Ein großer Kritikpunkt an KI-Influencern ist die fehlende Echtheit. Authentizität spielt heute je nach Marke und Produkt eine besonders wichtige Rolle im Influencer Marketing. Virtuelle Influencer können also als unglaubwürdig wahrgenommen werden und das kann sich auch im Engagement zeigen: Unserer Erfahrung nach sind die Engagement Rates bei KI-Influencern oft 20 bis 40 % niedriger als bei ihren menschlichen Counterparts. Ob auf Instagram, Twitch oder YouTube: User legen Wert auf echte Erfahrungen und ehrliche Empfehlungen, die ein KI-generierter Charakter nicht bieten kann.  
  • Fehlende Akzeptanz: Nicht jede Zielgruppe reagiert positiv auf virtuelle Influencer und KI im Allgemeinen. Insbesondere bei Produkten, die Vertrauen und persönliche Nähe erfordern, etwa im Bereich Health oder Finance, kann die Akzeptanz gering ausfallen. Wichtig hier: Arbeite immer mit A/B-Tests und schau dir die Daten an, das Comment und Community Sentiment sowie Engagement-Qualität und Brand Uplift. 
  • Hoher initialer Aufwand: Die Entwicklung eines virtuellen Influencers ist kostenintensiv und zeitaufwendig, in unseren Cases waren es zwischen 15.000 und 50.000 Euro. Für Design, Animation, Storytelling und Charakterentwicklung brauchst du ein spezialisiertes Team oder viel Zeit, um dich selbst in das Thema einzuarbeiten.  

Fazit: Virtuelle Influencer in Koexistenz mit menschlichen Creatorn

Virtuelle Influencer eröffnen Brands neue Welten im Online-Marketing und in der Content Creation: Sie können KI-Avatare für Kampagnen von Awareness bis Performance einsetzen, haben die volle Kontrolle über Inhalte und können ihren Content unkompliziert skalieren. Herausforderungen wie fehlende Authentizität und der hohe initiale Aufwand bleiben allerdings bestehen. Werfen wir einen Blick in unsere virtuelle Glaskugel, sehen wir in der Zukunft keine Verdrängung menschlicher Influencer, sondern eher eine friedliche Koexistenz von Mensch und KI. Für authentisches Auftreten und Nähe braucht es menschliche Creator, virtuelle Influencer ermöglichen kreative Inszenierungen und maximale Effizienz. Welcher Ansatz letztendlich passt, hängt von Marke, Zielgruppe und Kampagnenziel ab. 

Du möchtest mehr über strategisches Influencer Marketing erfahren und herausfinden, wie deine Brand sichtbarer werden und durch Influencer mehr Conversions erzielen kann? Dann vereinbare ein unverbindliches Erstgespräch mit Ad Specialist!

Häufige Fragen & Antworten rund um KI-Influencer

Virtuelle Influencer sind KI-generierte Charaktere, die auf Social Media Plattformen aktiv sind und ähnlich wie menschliche Influencer Content teilen und mit Marken kooperieren. Gesteuert werden sie durch Kreativteams, die virtuelle Influencer als Agentur aufbauen oder intern für die Brand einsetzen. 

Die Glaubwürdigkeit virtueller Influencer ist einer der Konfliktpunkte in diesem Bereich. Visuell wirken sie inzwischen authentisch, ihnen fehlt aber die echte Lebenserfahrung. Viele User schätzen die Ehrlichkeit menschlicher Creator, weshalb virtuelle Influencer vor allem in Bereichen funktionieren, in denen Ästhetik und Innovation wichtiger sind als persönliche Empfehlungen.

Virtuelle Influencer passen besonders gut zu Brands, die sich als innovativ, zukunftsorientiert oder technologieaffin positionieren möchten. Der Einsatz ist in verschiedensten Branchen von Mode und Beauty über Gaming bis Tech möglich und sinnvoll. Für Marken, die auf Vertrauen und persönliche Nähe angewiesen sind, sind menschliche Influencer meist die bessere Wahl.

Die Entwicklung eines virtuellen Influencers ist initial kostenintensiv, da du Design, Generierung und Charakterentwicklung umsetzen musst. Langfristig können sie jedoch effizienter sein, da du sie unbegrenzt einsetzen kannst und keine laufenden Gagen wie für menschliche Influencer benötigst.

Unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist es, dass virtuelle Influencer menschliche Creator ergänzen. Authentizität, echte Emotionen und persönliche Erfahrungen bleiben wichtige Faktoren im Influencer Marketing. Die Zukunft liegt eher in der Koexistenz: virtuelle Influencer für kreative Inszenierung, menschliche Creator für authentische Verbindungen.

Moritz Lambrecht 
Moritz Lambrecht 
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Moritz Lambrecht 

Über den Autor

Moritz ist Experte für datengetriebenes Influencer Marketing sowie Co-Founder und CEO der Influencer-Marketing-Agentur Ad Specialist. Gemeinsam mit seinem Team hat er bereits über 10.000 Influencer-Kampagnen umgesetzt und mehr als 50 Mio. € Werbebudget für Kunden wie HelloFresh, Emma, Clark, mymuesli und viele weitere, bekannte E-Commerce Unternehmen verwaltet. Sein Fokus liegt darauf, E-Commerce-Unternehmen durch kreative und messbare Influencer-Marketing-Strategien auf Kanälen wie YouTube, Instagram und Twitch profitabel wachsen zu lassen.

Durch seine performance orientierte und effektive Herangehensweise hat er sich einen Ruf als führender Experte und Speaker im deutschen E-Commerce aufgebaut. In diesem Blog – ebenso wie auf LinkedIn und seinem YouTube-Kanal – teilt er regelmäßig wertvolle Insights rund um datengetriebenes Influencer-Marketing.

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