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WetterOnline: Creator Marketing ohne klassischen Abverkauf

Das Wichtigste in Kurzform

Eine werbefinanzierte Wetter-App verdient nicht am Kauf, sondern an jahrelanger Nutzung. Dieser Case zeigt, wie Creator Marketing auch dort greift, und er nennt offen das Ziel, das dabei verfehlt wurde.

  • Faktor 5 bis 10

    über dem CPI-Stretch-Ziel von unter 1 EUR, und trotzdem fortgesetzt

Ergebnisse & Nachweise

  • ~30 Mio.

    monatlich aktive Nutzer weltweit

  • knapp 30

    Länder

  • unter 4 Wochen

    bis zu den ersten rund 10 Kooperationen

  • über 90 %

    Anteil werbefinanzierter Umsatz

  • 7 Monate

    schnellste Amortisation eines Nutzers in Deutschland

Das Gespräch mit WetterOnline

WetterOnline
Der Case in 60 Sekunden

01

Problem

Das Marketing lief fast ausschließlich ganz unten im Funnel, über die Suche im App Store. Weiteres Wachstum verlangte, im Funnel nach oben zu gehen.

DER NUTZEN ZEIGT SICH NICHT ALLGEMEIN, SONDERN IM KONKRETEN FALL.

Der Insight

Der breiten Bevölkerung ist eine Wetter-App schwer zu verkaufen — man kann schließlich aus dem Fenster schauen. Wer angelt, Pilze sammelt oder läuft, versteht den Mehrwert ohne ein Wort Erklärung.

Die Ausgangslage

Ohne Kaufmoment ist der Wert eines Nutzers keine einzelne Bestellung, sondern eine Nutzung über Jahre. Die lässt sich kaum modellieren, unter anderem weil es keinen Login gibt und Gerätewechsel die Zurechnung verzerren. Die Monetarisierung pro Sitzung liegt im Bruchteil eines Cents. Ein bezahlter Nutzer amortisiert sich deshalb je nach Markt zwischen rund sieben Monaten in Deutschland und über zwei Jahren in neuen Märkten.

Das bisherige Performance Marketing über Google und Meta lief fast ausschließlich ganz unten im Funnel: Menschen suchen im App Store aktiv nach Wetter und laden die bestplatzierte App. Der Aufruf, jetzt eine Wetter-App herunterzuladen, funktioniert für neue Nutzer aber schlecht, weil die meisten den konkreten Nutzen im Alltag gar nicht kennen.

Dazu kommt: In einem stabilen Sommer sinkt das Wetterinteresse spürbar, und bei geringer Nachfrage spielt Google automatisch teurere Formate aus. Gesucht war ein Kanal, der Kontext schafft statt Abverkauf, und der sich international skalieren lässt.

Über WetterOnline

WetterOnline sitzt in Bonn und wird in diesem beziehungsweise im nächsten Jahr 30 Jahre alt. Das Unternehmen betreibt die größte Wetter-App Deutschlands samt Regenradar sowie kostenpflichtige Pro-Apps und ist in knapp 30 Ländern aktiv, mit weltweit gut 30 Millionen monatlich aktiven Nutzern auf Android und iOS. Das Geschäftsmodell ist zu über 90 Prozent werbefinanziert, der Anteil aus Abos ist vernachlässigbar.

Der Umsatz liegt im mittleren achtstelligen Bereich.

Unser Ansatz

Wir haben erstmals ein systematisches Creator-Programm aufgebaut, das ausdrücklich nicht auf Abverkauf zielt, sondern auf Kontext. Der Kern: sehr tiefe Nischen-Creator statt reichweitenstarker Namen, die glaubwürdig zeigen, in welcher konkreten Situation eine Wetter-App den Unterschied macht.

WetterOnline hatte zuvor kaum mit externen Partnern gearbeitet, der Wert lag deshalb vor allem in Tempo und Erfahrung: Innerhalb weniger Tage standen die ersten Kooperationen, was intern als Beleg diente, dass der Kanal machbar ist. Neben Neukunden dient das Programm einem zweiten Zweck: dem Re-Engagement von Nutzern, welche die App installiert, aber selten geöffnet haben.

Kontext statt Aufforderung

Der Aufruf, jetzt eine Wetter-App zu laden, funktioniert für neue Nutzer schlecht. Es braucht eine Situation, in der das Wetter eine Entscheidung beeinflusst. Genau diese Situationen liefern Nischen-Creator.

Der Kanal liefert mehr als Installationen

Aus jeder Kooperation entsteht sprachliches Material. Begriffe aus der Nische landen in eigenen Anzeigen. Creator Marketing wird damit zum Werkzeug, die Zielgruppe überhaupt erst zu verstehen.

Ehrliche Bewertung statt schöner Zahl

Der direkte Wert pro Installation ist bei diesem Geschäftsmodell kein taugliches Alleinmaß. Verzögerte organische Installationen und die Bestärkung bestehender Nutzer fallen systematisch heraus. Das gehört benannt, nicht weggerechnet.

Vorgehen
So sind wir vorgegangen

Intern hätte die Recherche und Ansprache von Creatorn Ressourcen gebunden, die nicht einfach freigestellt werden können. Die Rechnung dahinter: Man schreibt rund 300 Creator an, davon antworten etwa 80, daraus entstehen rund 20 Kooperationen, bei etwa fünf Minuten pro Ansprache plus Recherche. Mit uns lagen innerhalb weniger Tage die ersten Zusagen vor.

Ich gehe jetzt nicht auf den First Order Profit, sondern ich gehe langfristig darauf ein, einen Markt zu beherrschen.

Marius

Head of User Acquisition, WetterOnline

Warum es funktioniert hat

Belegt durch das Video auf dieser Seite.

Eckdaten des Case

BrancheWetter-App, werbefinanziert
ZielApp-Installationen, Re-Engagement, Markenaufbau
ZielgruppeAngler, Pilzsammler, Läufer, Golfer, Familien
PlattformenYouTube, Instagram
Kanal-MixCreator, Paid Social
Assets & KanäleYouTube, Instagram-Stories mit Tracking-Links, Partnership Ads
PartnerAngel-Creator als erste Kooperation, Pilzsammler, Golfer, Läufer, Hundehalter, Familien-Content
MechanikCreator-Integration, Partnership Ads, Tracking-Links in Stories und Videos
Rolle der CreatorNutzung im eigenen Alltag zeigen, Funktionen im Kontext erklären
NachweisgradVerlauf im Videogespräch geschildert, das direkte CPI-Ziel wurde nachweislich verfehlt

Q&A

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