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Influencer Marketing

Influencer Marketing Kosten: So verhandelst du den TKP richtig

Influencer Marketing boomt – aber wie findest du den richtigen Preis? In diesem Artikel erfährst du, wie du den TKP clever verhandelst, worauf es bei Kooperationen wirklich ankommt und welche KPIs über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Ob Instagram, YouTube oder TikTok – mit diesen Tipps holst du das Maximum aus deinem Budget raus. Jetzt lesen & smarter verhandeln!💡

Lesedauer: ca. 7 Minuten
Moritz Lambrecht
Moritz Lambrecht
16 Mai 2025

Überblick

Was kostet Influencer Marketing?

Die ehrliche Antwort vorweg: „Influencer Marketing Kosten“ ist die falsche Frage. Ein einzelner Post kann 200 € oder 50.000 € kosten – beide Preise können günstig oder völlig überteuert sein. Was zählt, ist nicht der Preis, sondern der CAC, den dieser Preis impliziert: Wie viele Neukunden bekommst du für dein Geld?

In über 10.000 Kampagnen und mehr als 50 Mio. € verwaltetem Werbebudget haben wir bei adspecialist immer denselben Mechanismus gesehen: Brands, die Influencer-Preise isoliert betrachten, zahlen drauf. Brands, die jeden Preis gegen ihren Ziel-CAC rechnen, machen Influencer Marketing zum profitabelsten Kanal im Mix.

Genau darum geht es hier: was Creator auf den einzelnen Plattformen wirklich kosten, wie du über den TKP Preise vergleichbar machst, wie du auf Augenhöhe verhandelst – und welche KPIs entscheiden, ob sich ein Placement gelohnt hat. Konkret, mit echten Benchmarks aus dem DACH-Markt.

Vor- & Nachteile

Vorteile von Influencer Marketing

  • Authentizität: Influencer sprechen ihre Community auf Augenhöhe an und wirken wie Freund:innen, nicht wie klassische Werbefiguren.
  • Targeting: Jede Plattform bietet andere Zielgruppen. Mit dem richtigen Influencer erreichst du exakt deine Buyer Persona.
  • Content Creation inklusive: Viele Kooperationen beinhalten direkt hochwertige Creatives für den eigenen Kanal.
  • Performance: Besonders bei Micro- und Nano-Influencern liegt die Engagement-Rate oft weit über klassischen Ads.
  • Skalierbarkeit: Durch Multi-Influencer-Kampagnen kannst du schnell große Reichweiten aufbauen.

Nachteile von Influencer Marketing

  • Kostenintensiv: Gerade bei Macro-Influencern und bekannten Creatorn sind die Preise hoch.
  • Abhängigkeit: Die Qualität des Contents und der Performance hängt stark vom Influencer ab.
  • Brand Safety: Es besteht immer ein gewisses Risiko bei Fehlverhalten des Creators.
  • Messbarkeit: Ohne klares Tracking sind KPIs wie ROAS oder Conversion Rate schwer greifbar.
Smartphones mit verschiedenen Icons

Kosten

Welche Kosten entstehen im Influencer Marketing?

Die Preise schwanken enorm – der größte Hebel ist die Influencer-Größe. Als grobe Orientierung aus dem DACH-Markt, pro Placement:

  • Nano-Influencer (bis ~10k Follower): 10–100 €
  • Micro-Influencer (10k–100k): 100–1.000 €
  • Macro-Influencer (100k–1 Mio.): 1.000 € bis in den fünfstelligen Bereich
  • Mega-Influencer & Promis (1 Mio.+): fünf- bis sechsstellig pro Kooperation

Der zweite große Faktor ist die Plattform: Instagram-Posts sind vergleichsweise günstig, YouTube-Integrationen kosten wegen des aufwendigeren Contents und der längeren Verweildauer deutlich mehr – liefern dafür aber oft die besseren Conversion Rates und einen Longtail-Effekt über Monate.

Dazu kommen Faktoren, die viele Brands übersehen: Engagement Rate (ein Micro-Creator mit aktiver Community kann teurer und trotzdem profitabler sein als ein großer Account mit toter Reichweite), Content-Qualität, Nutzungsrechte (Whitelisting bzw. Spark Ads für deine Paid-Kampagnen kosten extra) und Exklusivität (keine Konkurrenzmarke für einen definierten Zeitraum).

Abgerechnet wird meist auf TKP-Basis (Tausenderkontaktpreis), über Pauschalpreise oder über Performance-Modelle wie Cost-per-Sale. Wie du den TKP sauber berechnest und damit jeden Preis vergleichbar machst, zeigen wir Schritt für Schritt im Guide zur TKP-Berechnung.

Ob sich ein Placement am Ende gelohnt hat, entscheidet aber nicht der Preis allein, sondern die Performance. Welche Social Media KPIs du dafür im Blick behalten musst, haben wir separat aufbereitet.

Channel

Influencer Plattformen im Überblick

Instagram: Ideal für Lifestyle, Fashion, Beauty und Food. Content ist meist visuell stark und emotional.

YouTube: Eignet sich für längere Reviews, Tutorials und Erklärvideos. Hoher Trust-Faktor.

TikTok: Kurz, viral, kreativ. Perfekt für junge Zielgruppen und schnelle Aufmerksamkeit.

Twitch: Live-Content für Gaming, Technik oder Sport. Besonders geeignet für tiefe Markenbindung.

LinkedIn: B2B Influencer Marketing wird hier immer relevanter. Fokus auf Expertise und Thought Leadership.

Startbildschirm mit Icons von Facebook, Instagram, TikTok und LinkedIn

TKP

Was ist der TKP im Influencer Marketing?

TKP steht für Tausenderkontaktpreis. Er gibt an, wie viel du für 1.000 erreichte Personen bezahlst. Die Formel lautet:

TKP = (Preis der Kooperation / erwartete Reichweite) x 1.000

Beispiel: Ein Instagram-Post kostet 1.200 € und erreicht 60.000 User → TKP = (1.200 / 60.000) x 1.000 = 20 €

Wichtig: Der TKP variiert stark je nach Plattform, Nische und Influencer-Typ. Branchenübergreifend gelten folgende grobe Richtwerte:

  • Instagram: 10–30 €
  • YouTube: 20–50 €
  • TikTok: 5–25 €
  • Twitch: 15–40 €

So verhandelst du den TKP erfolgreich

Unsere wirkungsvollste Verhandlungsstrategie aus über 10.000 Kampagnen ist auch die einfachste: maximale Transparenz. Statt zu pokern, zeigst du dem Creator oder Management offen deine Rechnung: „Bei deiner Reichweite und einer realistischen Conversion Rate von X % darf dieses Placement maximal Y € kosten, damit ich meinen Ziel-CAC von Z € treffe.“ Das wirkt professionell, schafft Vertrauen – und führt fast immer zu realistischeren Preisen als jedes Feilschen.

Die Basis dafür ist eine solide Datengrundlage. Fordere vorab Reichweite, Impressionen, Engagement Rate und Zielgruppen-Insights an – und achte auf den Zeitraum. Ein Reel, das vor sechs Monaten viral ging, sagt heute wenig aus.

Vier Hebel, die in der Praxis zuverlässig funktionieren:

  • Pakete schnüren statt Einzel-Placement: Story + Reel + Link-in-Bio erhöht den wahrgenommenen Wert, ohne dass dein Budget zwingend steigt.
  • Nutzungsrechte aktiv ansprechen: Content für Paid Ads oder deinen Shop kostet extra – verhandle klare Zeiträume und eine faire Pauschale.
  • Performance on top: Bleibt der Creator beim Festpreis hart, biete eine Provision pro Sale oder Conversion an. Das senkt dein Risiko und macht die Kooperation messbar.
  • Kompensationsklausel: Wird die zugesagte Reichweite nicht erreicht, gleicht eine zusätzliche Story oder Integration den Ausfall aus.
Influencerin im Livestream vor Smartphone - So verhandelst du den TKP richtig

KPI's

Weitere wichtige KPIs im Influencer Marketing

Auch wenn der TKP (Tausenderkontaktpreis) ein gängiger Maßstab zur Bewertung von Influencer-Kampagnen ist, solltest du dich keinesfalls ausschließlich darauf verlassen. Um die Performance wirklich bewerten zu können, brauchst du ein Set an weiteren Key Performance Indicators (KPIs), die dir zeigen, wie gut der Content tatsächlich performt – sowohl in Bezug auf Reichweite als auch auf Interaktion und Conversion.

Engagement Rate (ER):

Diese Kennzahl misst, wie stark die Community eines Influencers auf einen Beitrag reagiert – und ist ein zentraler Indikator für Authentizität und Relevanz. Die ER wird berechnet, indem man die Summe aus Likes, Kommentaren, Shares (und ggf. gespeicherten Beiträgen) ins Verhältnis zur Reichweite oder Follower-Anzahl setzt. Eine hohe Engagement Rate zeigt: Die Zielgruppe ist aktiv, aufmerksam – und bereit, mit der Marke zu interagieren. Als Richtwert gelten:

  • < 1 %: geringes Engagement
  • 1–3 %: durchschnittlich
  •  3 %: überdurchschnittlich

Reach vs. Impressions:

Diese Metriken zeigen, wie oft der Content ausgespielt wurde – und wie viele einzelne User erreicht wurden. Während die Reichweite (Reach) angibt, wie viele Personen einen Beitrag gesehen haben, erfassen Impressions, wie oft dieser insgesamt angezeigt wurde – also auch bei Mehrfachansichten. Ein hoher Unterschied zwischen beiden Werten kann auf eine starke Wiederholungswirkung hindeuten, was besonders bei Produktplatzierungen relevant sein kann.

Click-Through-Rate (CTR):

Wenn ein Influencer z. B. einen Link in der Instagram-Story oder der YouTube-Beschreibung teilt, zeigt die CTR an, wie viele Nutzer diesen tatsächlich angeklickt haben. Diese Kennzahl ist besonders entscheidend für Performance-Ziele wie Website-Traffic, Newsletter-Signups oder Shop-Besuche. Je höher die CTR, desto besser hat der Content überzeugt – sowohl inhaltlich als auch visuell.

Conversion Rate:

Die Conversion Rate misst, wie viele der erreichten oder klickenden Personen am Ende auch die gewünschte Aktion durchführen – z. B. ein Produkt kaufen oder sich für einen Service registrieren. Diese Metrik ist das zentrale Erfolgskriterium für ROI-getriebene Kampagnen. Wichtig ist hier eine saubere Attribution, etwa durch UTM-Parameter, Rabattcodes oder individuelle Affiliate-Links.

Cost per Engagement (CPE):

Wenn dir der TKP zu wenig über die tatsächliche Wirkung des Contents sagt, kann der CPE eine gute Alternative sein. Er zeigt, wie viel du pro Like, Kommentar oder Share zahlst – also für tatsächliche Interaktion. Besonders bei Awareness- oder Community-Zielen kann dieser KPI aussagekräftiger sein als reine Reichweitenmetriken.

Kurz gesagt: Wer Influencer Marketing datengetrieben betreiben will, sollte nicht nur auf schöne Bilder und große Reichweiten schauen. Erst die Kombination aus qualitativen und quantitativen KPIs liefert ein valides Bild der Kampagnen-Performance – und ermöglicht eine fundierte Bewertung und Optimierung zukünftiger Kooperationen.

Worauf es ankommt

Der Preis ist nur die halbe Wahrheit

Influencer Marketing ist kein Kostenfaktor, sondern ein Performance-Kanal – wenn du deine Zahlen kennst. Der teuerste Creator kann der günstigste Neukunde sein, der billigste Post der teuerste Fehler. Entscheidend ist nie der Sticker-Preis, sondern der CAC, den er liefert.

Wie groß dieser Unterschied ausfällt, zeigt ein Blick in unsere Kampagnen: Für Duschbrocken haben wir über Influencer Marketing rund 6.300 Neukunden zu einem CAC von ca. 25 € gewonnen – heute kommen dort rund 20 % aller Neukunden über diesen Kanal. In einem anderen Fall wurde aus einem einzigen YouTube-Booking über 25.000 € ein Umsatz von rund 1 Mio. € bei einem CAC unter 10 €. Beides war nicht möglich, weil der Preis besonders niedrig war – sondern weil vorher sauber kalkuliert, getrackt und verhandelt wurde.

Genau hier setzen wir bei adspecialist an: datengetriebenes Influencer Marketing, das jeden Euro gegen den CAC rechnet. Wenn du wissen willst, ob der Kanal für deine Brand profitabel skaliert, lass uns unverbindlich sprechen.

Häufige Fragen & Antworten rund um Kosten im Influencer Marketing

Moritz Lambrecht

Über den Autor

Moritz ist Experte für datengetriebenes Influencer Marketing sowie Co-Founder und CEO der Influencer-Marketing-Agentur Ad Specialist. Gemeinsam mit seinem Team hat er bereits über 10.000 Influencer-Kampagnen umgesetzt und mehr als 50 Mio. € Werbebudget für Kunden wie HelloFresh, Emma, Clark, mymuesli und viele weitere, bekannte E-Commerce Unternehmen verwaltet. Sein Fokus liegt darauf, E-Commerce-Unternehmen durch kreative und messbare Influencer-Marketing-Strategien auf Kanälen wie YouTube, Instagram und Twitch profitabel wachsen zu lassen.

Durch seine performance orientierte und effektive Herangehensweise hat er sich einen Ruf als führender Experte und Speaker im deutschen E-Commerce aufgebaut. In diesem Blog – ebenso wie auf LinkedIn und seinem YouTube-Kanal – teilt er regelmäßig wertvolle Insights rund um datengetriebenes Influencer-Marketing.

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